Ísland 2014 - Holuhraun Glow II.

 

Aufnahmedatum: 25.09.2014 04:33:26.16
Kamera: Nikon D3S
Objektiv: 24-70mm 1:2.8G
Brennweite: 24mm
Fokussteuerung: Manuell (MF)
AF-Messfeld: Einzelfeld
Blende: 1:7.1
Belichtungszeit: 31.8s
Belichtungssteuer.: M
Belichtungskorr.: 0LW
ISO-Empfindlichkeit: ISO 1600

Für die Nacht des 25.09.2014 sagte die Aurora-Forecast-App Nordlichtaktivität voraus. Bereits am Vorabend hatten wir am Mývatn unsere ersten Nordlichter gesehen. Zwar mit bloßem Auge nur als graue Bänder, da es nur eine geringe Aktivität gab. Aber die Kamera konnte sie festhalten. Um 2:00 Uhr nachts schließlich waren wieder graue Bänder am sternenklaren Himmel zu sehen. So beschloß ich, mich auf den Weg zu machen. Eigentlich wollte ich bei Dimmuborgir fotografieren. Dort war aber nachts leider abgesperrt, was ich nicht wußte. So fuhr ich dann in das Hochtemperaturgebiet Hverarönð am Námafjall.


Es war eine eiskalte Nacht und ich war die einzige Seele dort. Um mich herum ergaben die permanenten Zischgeräusche der vor sich hin dampfenden Solfataren die Geräuschkulisse, die noch durch einen böigen, kalten Nord-Ost-Wind verstärkt wurde. Ich baute mein Stativ auf und konfigurierte die Kamera. Am Himmel, Richtung Osten, war das rote Glühen der rund 70 km Luftlinie entfernten Holuhraun-Spalteneruption sichtbar. Die ausgestoßene Emmissionswolke waberte, vom Wind verteilt, durch die unteren Luftschichten und bot dem roten Glühen der Lava einen Spiegel in relativ niedriger Höhe. Darüber ... leichtes Nordlicht. Nicht sehr definiert. Aber doch präsent. Ich habe in dieser Nacht jämmerlich gefroren und mir eine ordentliche Erkältung eingefangen. Dennoch war das ein Anblick, an den ich noch lange zurückdenken werde.

Tags: Europa, Ísland, Iceland, Skandinavien, Island, Holuhraun, Nordlicht, Northern Lights, Hverarönð, Námafjall, Námaskarð, Polarlicht